Deutscher Bildungspartner

TU Braunschweig, Battery LabFactory Braunschweig (BLB)

Innerhalb der Battery LabFactory Braunschweig (BLB) arbeiten acht Institute der TU Braunschweig, ein Institut der TU Clausthal und die Physikalisch‐Technische Bundesanstalt (PTB) gemeinschaftlich  im Bereich der elektrochemischen Speicher. Dabei umfasst das Forschungsspektrum die gesamte  Fertigungskette von der Herstellung der Elektroden über die Zelle, das Modul bis hin zur  Systemintegration. Die BLB sticht in der deutschen Forschungslandschaft im Batteriebereich  insbesondere durch ihre hohe Flexibilität und Interdisziplinarität heraus. So werden neben  anwendungsnahen Produktionsverfahren und der Fahrzeugintegration auch produktspezifische  Untersuchungen durchgeführt, wie z.B. Sicherheitsuntersuchungen, Simulationen und  Modellierungen.

Die Battery LabFactory Braunschweig (BLB) wird in diesem Projekt durch fünf Mitgliedsinstitute  vertreten. Diese werden im Folgenden kurz dargestellt.


Das Institut für Konstruktionstechnik (IK, Prof. Vietor) bringt seine Kompetenz auf dem Gebiet der  methodischen Produktentwicklung und Konstruktion in der Fahrzeugkonzeptentwicklung sowie  vielfältige Erfahrungen im Themenkomplex Variantenmanagement und Standardisierung ein. Eine  Kernkompetenz des Instituts bildet die Entwicklung von Fahrzeugkonzepten und insbesondere die  Entwicklung von variantenoptimalen Batteriemodulen und‐systemen. Prof. Vietor ist darüber hinaus  Fachkoordinator für den Bereich Fahrzeugtechnik im Chinesisch‐Deutschen Hochschulkolleg (CDHK).

Das Institut für Partikeltechnik (iPAT, Prof. Kwade) bringt seine Expertise im Design und in der  Fertigung von Elektroden (Partikelvorbehandlung, Mischen, Dispergieren, Beschichten, Trocknen,  Kalandrieren), sowie in der Alterungsmodellierung und in der Verfahrenstechnik zum Recycling ein.  Insbesondere waren Forschungsarbeiten zu Sicherheitsuntersuchungen an Lithium‐Ionen‐Batterien  mittels selbstentwickelter Prüfstände Bestandteil der letzten Jahre. Die dabei erworbene Kompetenz  soll mit diesem Projekt nochmals erweitert werden.

Das Institut für Füge‐ und Schweißtechnik (ifs, Prof. Dilger) beforscht im Bereich der  Batterieproduktion das Schweißen, Schneiden und die Oberflächenvorbehandlung von beschichteten  und unbeschichteten Stromsammlern. Ferner trägt das ifs die Aktivitäten zum Schneiden von  Batteriefolien, zur Kontaktierung der einzelnen Anoden‐ und Kathodenelemente, sowie zum  Verschluss von Pouchzellen bei. Neben den genannten Aktivitäten im Bereich der Batterieproduktion  existiert am ifs ein umfangreiches Methodenwissen zur Standardisierung und  anforderungsfallspezifischen Prüftechnik, welches im Rahmen öffentlich geförderter und auch  bilateraler Projekte aufgebaut werden konnte.

Das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF, Prof. Dröder) befasst sich im  Rahmen der Batterieproduktion mit den Prozessen des Elektrodenpackagings, der Zellassemblierung,  der Verarbeitung von Verbundfolien, dem Zellverschluss sowie der Elektrolytbefüllung. Diese  Prozesse wurden in Kooperation mit sechs Instituten in der Battery LabFactory Braunschweig in  vielfältigen Forschungsprojekten untersucht. Das Institut befasst sich weiterhin mit Fragestellungen  zum Thema hybrider Leichtbau, Feinbearbeitung, Mensch‐Roboter‐Kollaboration in der Montage  sowie Themen der additiven Fertigung.  

Das Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia, Prof. Kurrat)  beschäftigt sich in seinen Forschungsschwerpunkten Elektromobilität und Aktives Verteilnetz seit  2010 mit der Batteriesystemtechnik inkl. zugehöriger Schalt‐ und Schutztechnik. In der  Batterieforschung werden am elenia unterschiedliche Zelldiagnosemethoden, zyklische  Alterungsuntersuchungen und Zellformierungsstrategien im Kontext der Batterieproduktion  untersucht und angewandt. Dieses Wissen und die sehr gute Vernetzung zur PTB und zu  Batterietestzentren bringt das elenia mit in dieses Vorhaben.

Ansprechpartner

Technische Universität Braunschweig
Institut für Konstruktionstechnik
Dipl.‐Ing. Filip Vysoudil
 


Tel: +49 531 391 3301
E-mail: f.vysoudil@tu‐braunschweig.de

Beteiligt im Projekt: